…Schlafen - Aufstehen - Essen - Alltagsstress überleben - Essen - Schlafen…
Wozu?
Einfach morgens liegen bleiben, bringt sowieso nichts aufzustehen.
Jeden Tag die selben Gesichter, die selben unnützen Smalltalks.
Stress verursacht ohnehin nur Kopfschmerzen und noch mehr Probleme von denen man sowieso schon einen rießen Haufen hat. Die sich schon stapeln und wie Schatten verfolgen. Aufstehen lohnt sich nicht. Überleben noch weniger. Es gab eine Zeit, da war es noch sinnvoll. Da gab es noch Sterne die blitzten wie kleine Lichtpunkte im Leben. Dann wurde alles dunkel. Keine Sterne mehr. Keine kleinen Punkte voller Glanz und Hoffnung. Selbst die Augen noch mehr aufreißen verändert nichts. Auch die Sterne zu suchen wird es nicht wieder besser machen, wie auch? Einmal Dunkel, Immer Dunkel. Blindheit sieht auch im Dunkeln nicht. Auch nicht im Hellen.
Aber das Fühlen kann man nicht verlieren. Die Augen kann man schließen. Auch wenn es noch so wehtut, es gibt keinen Knopf um das Fühlen auszuschalten. Alles Anstrengen wird erfolgslos bleiben. Selbst wenn es eine Möglichkeit gäbe, dies zu verdrängen, um nichtmehr zu fühlen (besonders den Schmerz der jeden Tag aufs neue wie ein rasender Zug unaufhaltsam überfährt anstatt einfach vorbeizusausen), dann würde auch das Glück verborgen bleiben. Es wäre unmöglich ein schönes Gefühl zu verspüren. Für was entscheidet man sich also? Alles zu spüren, Schmerz und Glück. Oder für das NICHTS? Das Nichts das da ist, aber eigentlich doch nicht. Kann NICHTS weh tun? Ist NICHTS nicht auch Unglück?
Wer weiß das schon? Ich nicht und du bestimmt auch nicht.
Also morgens aufstehen oder nicht?
Es gibt bestimmt etwas, für das es sich lohnt. Einfach ausprobieren. Sonst wird man nie erfahren ob es etwas ändert. Ob der Tag vielleicht doch kein Alltag wird. Kann man doch vorher garnicht wissen. Hellsehen kann nicht jeder. Wenn es überhaupt jemand kann. Wer weiß was alles passiert. Passieren kann. Aber nicht muss. Eventuell. Eine Möglichkeit. Ein Gedanke. Eine Hoffnung. Doch der Pessimismus rät vom selbstzerstörerischen Versuchen ab, denn es graut vor dem Alltag oder noch schlimmer - vor einer möglichen Verletzung. Pessimismus also ein Instinkt? Oder hindert er nur am Glück?
Manche Menschen stehen morgens nur auf, weil sie einen schönen Gedanken gleich beim Aufwachen haben. Optimale Vorraussetzung für einen Tag. Der schöne Gedanke - ein anderer Mensch, eine Tätigkeit, ein Gegenstand. Der Gedanke kann viel sein. Ein anderer Mensch? Wieso sollte man wegen einem anderen Menschen aufstehen? Ist dieser Mensch so viel wert? Hat so viel Bedeutung um sich der Versuchung hinzugeben eventuell sich durch den Tag schlagen zu müssen. Eine Person die vielleicht auch nur ein paar Sekunden, bei Glück sogar ein paar Minuten, vor die Augen tritt. 24 Stunden für 24 Sekunden? Ein großes Opfer.
Also eine große Bedeutung von unschätzbarem Wert.