Frei sein
Ich sitze in einem Käfig. Und dieser Käfig wird immer kleiner und enger. Ich fühle mich eingeengt, doch dieser Käfig hat keinen Ausgang.
Mir ist klar, dass ich mir diesen Käfig selbst geschmiedet habe. Doch dass er immer kleiner wird, hatte ich nicht bedacht, geschweige denn geplant. Nein, nicht so. Am liebsten würde ich hier raus. Aber ich weis auch, dass dies nur möglich ist, wenn ich nicht nur den Käfig, sondern auch alles um mich herum zerstöre.
Frei sein. Das wäre schön.
Und doch, frei sein bedeutet oft auch alleine sein.
Tat ich immer was ich wollte? Ich bin mir nicht sicher.
Die Gedanken schwirren nur um das eine. Nur um den einen. Manchmal auch um den anderen…
Ist das ok? Ich finde nicht. Aber ich will, dass es ok ist.
Was, wenn ich nun alles was ich habe zerfetze und ich es danach bereue? Wenn ich dann einsehe, dass es falsch war. Wenn ich das alte Leben wieder haben will?
Ich kann von dir nicht erwarten, dass du mich verstehst. Es sollte nicht zu deinem Problem werden. Du sollst nicht leiden, wegen meinen Spinnereien.
Man fragt sich, was ist noch normal? Was ist ok? Wie weit kann ich gehen?
Wo sind meine Grenzen? Wo sind deine Grenzen?
Wer zieht überhaupt diese Grenzlinien?
Warum gibt es überhaupt Grenzlinien?
Ich weis es genau, doch ich will es nicht wahrhaben. Ich weis wie es sich anfühlt, wenn jemand die Grenzen überschreitet. Niemand, niemand sollte so fühlen.
Niemand sollte wegen soetwas Schmerzen empfinden.
Das ist nicht ok. Egal wer sagt, es wär ok.
Das ist es nicht.
Niemals



