Die Lüge deines Lebens
Menschen lügen. Sie lügen am Tag durchschnittlich bis zu 200 Mal.
Es gibt kleine Notlügen oder auch einfach Lügen die der Bequemlichkeit dienen. Oftmals nicht weiter tragisch und ohne schwerwiegenden Folgen.
Doch dann gibt es noch die Lüge, mit der man sich immer weiter hineinreitet. Man lügt einmal und muss diese Lüge dann immer weiterführen.
Und genau diese Lügen, entzünden einen rießen Brand. Dieser Brand ist so unaufhaltsam und breitet sich immer weiter aus. Ihn zu löschen ist so schwer, dass man ihn meistens lieber weiter brennen lässt.
Genau das hast du getan.
Warum lügst du? Dachtest du nicht, es würde irgendwann heraus kommen? Die Wahrheit hätte ich besser ertragen als diese Lüge. Die Wahrheit wäre sogar angenehmer gewesen.
Ich dachte die ganze Zeit wir wären uns nah, teilen alles miteinander…
Jetzt bin ich an einem Grenzpunkt angelangt.
Doch wo sind deine Grenzen? Was weiß ich noch nicht?
Verschweigen ist auch lügen. Lügen ist verschweigen.
Ich hab dir keinen Anlass dafür gegeben. Niemals.
Alles, woran ich geglaubt habe, zerplatzt aufeinmal wie eine Seifenblase.
Vielleicht wäre es besser, wenn ich es einfach alles vergesse. Unangenehme Gesprächen gehst du lieber aus dem Weg. Doch was würde passieren, wenn ich das auch machen würde?
Jetzt sitz ich hier und muss irgendwas anstellen. Obwohl ich genau weiß, dass ich in solchen Momenten dumme Sachen anstelle…. wo ist mein Verstand hin?
Ich weiß nicht wie das weiter gehen soll…
Wo ist der Sinn des ganzen? Ich verstehs nicht. Es macht kein Sinn
warum hast du gelogen? Es wäre nicht nötig gewesen…
Eigentlich ist alles ganz leicht…
Ich ging mit sanften, schlendernden Schritten durch diese unglaublich große Stadt. War ich auf der Suche nach etwas? Nach jemandem?
Um mich herum tummelnden sich millionen von Menschen. Schöne Menschen. Hässliche Menschen. Verrückte und doch interessante Menschen. Sie drängten durch die Gassen. Mit zielstrebigen Gang.
Wusste ich wo ich hin wollte?
Mit Liebe zum Detail sah ich so viel Neues. Unbekanntes. Schönes.
Sah dich. Sah dich neben mir herlaufen. Ich war nicht alleine.
Schon unglaublich lange habe ich es mir so gewünscht. Zusammen. Gemeinsam. Im Schutz deiner Arme. Dein Blick, dein Lachen. Du schaust mich an, nimmst meine Hand. Lässt sie nicht mehr los. Eine Wärme durchströmt mich. Ich atme tief ein. Schließe die Augen für einen kurzen Moment und seufze. Es ist wundervoll mit dir. Ich genieße es.
Was würde ich jetzt nur ohne dich tun? Wie habe ich die Zeit vor deiner Liebe überlebt? Wie nur?
Warme Blicke. Sanfte Küsse.
Du bringst mich sicher nach Hause.
Es ist kalt. Ich ziehe die Decke bis über die Ohren. Ich friere dennoch. Wenn es kalt ist, kann man nicht gut einschlafen.
Doch ich, ich kann einschlafen, DU wärmst mich…
Neue Erinnerungen entstehen. Und ich halte an ihnen fest.
Ich kann es kaum glauben, dass du so anders bist als alle die ich kenne und gekannt habe. Du hast etwas an dir, das wirklich und wahrhaftig besonders ist. Du bist sanfter. Ehrlicher. Reifer und zugleich viel unreifer. Normaler und doch am verrücktesten. Treuer. Wertvoller. Nicht aufregender – und doch aufregend.
Ist monogames Beziehungsverhalten positiv? Es fühlt sich richtig an.
Keine Einsamkeit.
Und es tut mir leid. Ich möchte perfekt sein für dich. So sehr ich mich auch anstrenge, ich kann es nicht, es gelingt mir nicht. Bitte entschuldige.
Ich weiß ich verlange viel von dir, ich kritisiere dich. Doch ich bin nur ehrlich. Und es ist gut so. Vielleicht weißt du es nicht, aber ich zeige nur meine Zuneigung damit. Ich würde es nicht tun, wenn ich dich nicht lieben würde. Wirklich lieben würde… So sehr, dass es mir manchmal schwindelig davon wird.
Ich brauche dich. Ganz nah bei mir.
Und egal wo ich bin – da wo du bist, dort bin ich zuhause.


